Villa Flottbek_Hamburg

 

Häuser des Jahres 2018_Projektauswahl

Fertigstellung 2017

Planung Hochbau_Freianlagen_Möblierung

Beauftragung LP 1-8

Team: Alexandra Bub, Annaleen Feindt, Dirk Lütje

 

 

Differenziert und flexibel zeigt sich das neue Zuhause der vierköpfigen Familie, das sich zurückhaltend und doch selbstbewusst in die Folge von freistehenden Einfamlienhäusern im Villengebiet des Hamburger Westen einreiht.

Straßenseitig bilden die zwei relativ geschlossenen Volumen des Wohnhauses und der Garage als ineinander verschobene Kuben einen großzügigen Eingangsbereich aus. Die zurückspringende Loggia unterstützt die skulpturale Wirkung. Der lebendige, warmtonige Ziegel und das helle Eichenholz verleihen der kantigen Form einen einladenden Charakter.

Für die Verblendfassade wurde ein Klinker in Wasserstrich-Qualität verwendet. Die Oberfläche ist matt, die Steine selbst in Ihrer Farbtiefe variierend. Im Zusammenspiel mit dem farblich auf die helleren Steine abgestimmten Fugenmörtel, der sehr flächig aufgebracht wurde, entsteht eine samtig und lebendig wirkende Fläche.

Innen eröffnet sich ein Raumkontinuum. Über das Foyer gelangt man in den offenen, nach Süden verglasten  Wohnbereich, an den sich im Westen Essplatz und Küche sowie im Osten Musikzimmer und Büro anschließen. Die Bewegungen ergeben sich ganz selbstverständlich, die Übergänge zwischen den Räumen sind fließend und lassen vielfältige Blickbezüge zu. Dem liegt eine klare Gliederung aus drei mal drei quadratischen Grundflächen zugrunde, die eine funktionale Nutzung und auch zukünftige Änderungen im Raumprogramm erlaubt und auch immer wieder Halt gebende Ruhezonen bietet. Nebenräume sind geschickt integriert und raumhohe Schiebetüren schaffen Flexibliltät. Aus diesen spannenden Abfolgen entsteht eine große räumliche Qualität.

Die Treppe in das Obergeschoss wirkt wie eine minimalistische, abstrakte Figur. Das Tageslicht verleiht dem Aufgang einen skulpturalen Charakter.

Auch im Obergeschoss setzt sich die Offenheit auf der vielfältig bespielbaren Galerie mit Zugang zur Dachterrasse fort. Daran schließen auf der einen Seite die Kinderzimmer, auf der anderen Seite der Elterntrakt an.

Natürlicher Lichteinfall, vor allem über die filigranen Glasfassaden im Süden, der über das helle Eichenparkett diffus und warm reflektiert wird, führen zu einer behaglichen Wohlfühlatmosphäre im ganzen Haus.

Bereits vorgedacht ist eine mögliche Teilung in drei Einheiten, so dass sich das Gebäude an die sich ändernden Bedürfnisse der Familie anpassen kann.

 

Cube Magazin 1/18 

 



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